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„FSSJ wirkt“ – 60 Jugendliche erhielten bei Festakt ihr FSSJ-Abschlusszeugnis

Gut 60 der insgesamt 180 Absolventen wollten auf den feierlichen Rahmen zurecht nicht nicht verzichten und erhielten im Kulturboden zu Hallstadt zum erfolgreichen Abschluss ihr FSSJ-Zeugnis.
Datum:
Veröffentlicht: 9.9.24
Von:
Enno-Jochen Zerbes

CariThek gratuliert dem Jahrgang 2023/24

Etwa 60 Jugendliche aus Stadt und Landkreis Bamberg erhielten zum erfolgreichen Abschluss ihres freiwilligen sozialen Schuljahres (FSSJ) nun ihr Zeugnis. Die Zeugnisübergabe erfolgte im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung am 17. Juli im Kulturboden zu Hallstadt.

180 FSSJ-ler und 66 Einsatzstellen

Bevor die Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse erhielten, hieß Michael Endres in seinem Grußwort die zahlreich erschienenen Jugendlichen, deren Familien sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Einsatzstellen herzlich willkommen. „Das FSSJ wirkt“, sagte Endres und wies dabei auf die insgesamt 180 teilnehmenden Jugendlichen hin, die in 66 Einsatzstellen ihr FSSJ absolvierten. Dazu zählen u. a. Blaulichtorganisationen wie z. B. die Freiwilligen Feuerwehren, Büchereien, Sportvereine, Pfarrgemeinden, Seniorenheime, Theater oder Schulsanitätsdienste, um nur einige wenige zu nennen. Bemerkenswert sei, dass die Mehrheit der Teilnehmenden auch nach Abschluss des FSSJ weiterhin ehrenamtlich tätig seien. „Diese Begeisterung sich zu engagieren, freut mich persönlich wirklich sehr.“

Dank an Unterstützer, Jugendliche, Einsatzstellen und Koordinatoren

Endres bedankte sich bei den Unterstützern der Veranstaltung, allen voran die VR Bank Bamberg-Forchheim eG. Filialbereichsleiter Stefan Wolfschmidt überreichte der Caritas einen Scheck über 1.000 EUR. Außerdem übernahm die Stadt Hallstadt die Mietkosten. Und auch die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (lagfa Bayern e. V.) spendierte 500 EUR, die unter anderem die Kosten für die bei den Absolventen sehr beliebte Candy Bar, die Live Musik mit Lilien & Heiko Grabmeier und den Blumenschmuck deckten. Dankesworte richtete Endres natürlich auch an die Hauptdarsteller des Abends, die zahlreich erschienenen Jugendlichen, aber auch an die Einsatzstellen für deren Engagement sowie an Simone Famulla, Julia Fiedler, Ursula Schneider und Nany Salinas Espinosa von der Carithek, dem Bamberger Freiwilligenzentrum, die das FSSJ in Bamberg Stadt und Land u. a. über ihre Durchstarter-Plattform koordinierte.

Kompetenzen weiterentwickeln und erproben

„Das FSSJ hat einen signifikanten Einfluss auf die spätere berufliche Orientierung. Wir wissen, dass junge Menschen im Rahmen eines FSSJ nicht nur ihre Kompetenzen weiterentwickeln, sondern sie können diese auch in der Praxis gleich erproben“, sagte Endres. Der Lerneffekt sei enorm. Deshalb leiste das FSSJ auch einen immensen Beitrag zur Selbstfindung und Identitätsbildung. Das bestätigte auch Jonas Glüsenkamp, zweiter Bürgermeister der Stadt Bamberg. „Ich war in meiner Jugend bereits als Fußball-Schiedsrichter aktiv. Im Rückblick kann ich heute sagen, dass mich diese Zeit sehr geprägt hat. Ohne diese Erfahrung wäre ich heute nicht der Mensch, der ich jetzt bin.“

Ehrenamt lohnt sich

Zu einem ähnlichen Schluss kam Michael Endres. Im Interview mit Moderator Michael Appel von Radio Bamberg erklärte der Caritas-Chef: „Als Kind der katholischen Jugendarbeit, habe ich alle Ebenen der Pfadfinderorganisation durchlaufen. Das hat mich ganz wesentliche Fähigkeiten gelehrt, von denen ich auch heute noch profitiere. Und genau aus diesem Grund ist ehrenamtliches Engagement – egal ob im Rahmen des FSSJ, als Helfer im Sportverein, im Seniorenheim oder bei der Freiwilligen Feuerwehr – so wertvoll.“ Weil es einen selbst zu einem besseren Menschen mache, „gleichzeitig den Zusammenhalt in der Gesellschaft enorm unterstützt und auch beim Einstieg ins Berufsleben beweist, dieser Mensch ist bereit, Verantwortung zu übernehmen.  Das sind ganz entscheidende Vorteile, die zeigen: das Ehrenamt lohnt sich“, so Endres.  

„Du kannst alles schaffen“

Für die sechzehnjährige Alia Yildirim, die ihr FSSJ im Strullendorfer Seniorenzentrum Zeegenbachtal ableistete und die in Hallstadt ihr Abschlusszeugnis erhielt, ragten vor allem die persönlichen Erfahrungen, die sie aus der täglichen Arbeit zog, heraus. Dafür sei sie sehr dankbar. „Alle im Seniorenzentrum haben mir immer Mut zugesprochen. Alle sagten immer zu mir, egal was passiert, egal welche Steine dir das Leben in den Weg legt, Du kannst alles schaffen. Das hat mir unheimlich geholfen und wird mir auch in Zukunft helfen.“ Was Alia sonst noch über ihr FSSJ sagt, erfährst Du hier.

Jungen Menschen mehr Vertrauen schenken

„Ich denke, wir sollten jungen Menschen mehr Vertrauen schenken“, resümierte Endres. „Obwohl dies gerade Erwachsenen und Eltern oftmals schwerfällt, wir haben heute Abend hier gesehen, wohin das führen kann: Zu aufgeweckten Schülerinnen und Schülern, die Verantwortung übernehmen wollen, die sich engagieren, die lernen wollen und denen klar ist, wie wichtig und sinnvoll ehrenamtliches Engagement gerade in den heutigen Zeiten ist.“

 

Zur besseren Lesbarkeit wird in diesem Text das generische Maskulinum verwendet. Die im Text verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich – sofern nicht anders kenntlich gemacht – auf alle Geschlechter.

von Enno-Jochen Zerbes